Wie versüße ich mir den Winter? – Fiegl Weine (part one)

Als ich vor zwei Jahren meinen 1. Sommelierkurs begonnen hatte, sprachen meine Kollegen und Kolleginnen -alle hier aus der Gegend-manchmal von den “Wilden” von Oslavia. Ich hatte keine Ahnung wovon sie sprachen. Im letzten Jahr habe ich dann die Vinitaly http://www.vinitaly.com/ (die größte Weinmesse Italiens) besucht und die Weine von RADIKON verkostet. Kurz darauf war ich bei Stefano Bensa von LA CASTELLADA. Und nun hatte ich die Möglichkeit FIEGL zu besuchen. Alle drei sind Weinproduzenten aus Oslavia. Mehr oder weniger wild. Alle drei unglaublich verbunden mit ihrem schönen Hügel, fünf Minuten vom Stadtzentrum von Gorizia/Görz http://www.turismofvg.it/G%C3%B6rz-und-Collio

Drei Stunden blieb ich bei Fiegl. Voller Inspiration  kehrte ich wieder nach Hause. Genügend Material für eine kleine Geschichte. Doch dann begann ich DAS BUCH zu lesen, das sie mir geschenkt haben…….

……und plötzlich war meine Unbefangenheit dahin. Dieses Buch hat die Vereinigung der Weinproduzenten von Oslavia herausgegeben und ist wirklich außergewöhnlich schön. Schön in seiner Tiefe, die sich auf alle Inhalte bezieht: Die Geschichte (hier tobte der 1. Weltkrieg auf allerschlimmste Weise), der Boden, die Menschen, DER Wein von Oslavia RIBOLLA GIALLA. Bemerkenswert auch in seiner Grafik.

Deshalb ich beschlossen, Fiegl und Oslavia mehrere Einträge zu widmen.

Fangen wir an.

Ein Teil des Weinbergs der Fiegl. Im Moment müssen die Reben zurückgeschnitten werden.

Fiegl gibt es seit 1782! Heute arbeiten im Betrieb zwei Generationen: Die Brüder Alessio, Giuseppe und Rinaldo. Und wiederum deren Söhne Martin, Robert und Matej.

Ich habe Rinaldo kennengelernt. Ein feiner Mensch, der ganz Deutschland und Österreich bereist hat. So oft, dass er mir die Mentalität  der Leute in den verschiedenen Gegenden beschreiben kann. Auf Deutsch. Und ich muß ihm meistens recht geben.

Er zeigt mir seinen Weinkeller.


 

Und erzählt aus alten Zeiten. Früher reiste man als Weinproduzent viel umher, um seine Weine zu präsentieren. Auch heute, aber heute gibt es neue Mittel, die Weinliebhaber zu erreichen. Dieses Foto zeigt auf lustige Weise diese neue Entwicklung.

Facebook & Co. auf verstaubten Flaschen, in denen Wein reift.

Die “socials” werden natürlich von den Jungen betreut. Ich habe mit Robert und Matej gesprochen. Ich muß lachen, als sie für das Foto posieren. Matej nennt Robert frech “il bello”. Matej selbst ist gerade vom Schneiden der Reben (“potatura”) gekommen. Müde, verschwitzt, aber mit unglaublich wachen, blitzenden Augen, wenn er von seiner Arbeit erzählt.

Robert

Matej

 

Ich koste Ihren RIBOLLA GIALLA. DER Wein aus Oslavia. Lecker. Fruchtig und mineralisch. Dieser Ribolla Gialla kann als einer der wenigen Weine alle Gänge eines auch üppigen Mahles begleiten. Vom Aperitif bis zum Dessert. Natürlich auf verschiedene Art vinifiziert. Und vielleicht auch von verschiedenen Weinproduzenten, wie wir sie in Oslavia finden. Jeder hat hier seinen eigenen Stil entwickelt. Doch davon mehr beim nächsten Mal.

Von “Meja” mußte ich mich schweren Herzens trennen, denn die 14,5 % Alkohol passen nicht zu einer Heimfahrt mit dem Auto im Nebel.

Aber die drei Schlucke haben mir schon verraten: Achtung, Suchtgefahr!

Ein süßer Wein , aus Gewürztraminer und Sauvignon.

 

 

 

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