Wermut! Vermouth! Der “Santon” von Borgo San Daniele

“Leben ist das was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu machen…” (John Lennon)

Der Plan für einen sonnigen Samstag im vergangenen November war, Martin Martschnig von Italissimo.at seit Ewigkeiten wieder zu treffen und mit ihm auf den Monte Quarin zu gehen. Bevor er seine mehrstündige Heimfahrt nach Österreich antreten muss.

Habe ich noch nie von Martin erzählt ? Er steht für die Art von Tourismus, die mir super gefällt. Er kennst (fast alle) Regionen Italiens und seine Leute und Betriebe vor Ort. Ich selbst durfte einige seiner Kleinstgruppen betreuen: Ehepaare, 4-6 Freunde, jedesmal Personen, die wirklich eintauchen wollen in das Territorium.

Also, ja, der Plan war also auf den Monte Quarin zu wandern und bei Sonnenschein sich über die letzten Jahre auszutauschen und neue Projekte zu entwerfen.

Das Leben sagte: “Ich bring’ euch mal zu Alessandra von Borgo San Daniele!”

Eigentlich sollte ich Martin bei Alessandra Mauri von Borgo San Daniele nur abholen, doch dann treffe ich zufällig Davide von Mumble Design, der am neuen Design der Weinkartons von Borgo San Daniele arbeitet und für den ich früher übersetzt habe. Die Atmosphäre wird immer lebhafter, bis Alessandra uns bittet, doch in ihrem schönen Verkostungssaal Platz zu nehmen.

Eccolo! Martin von Italissimo.at neben einem Bild vom bekannten Maler Giordano Floreancig. Ich liebe diesen Stil von moderner Kunst neben schweren oder weniger schweren alten Möbeln. Auch in den Zimmern, die Martins (vorallem) österreichische Gäste bei Borgo San Daniele buchen können, habe ich einen wunderbaren alten Bauernschrank bewundert.

Alessandra möchte uns ihren weissen Wermut “Santòn” einschenken und ich wehre mich erstmal mit Händen und Füßen dagegen, denn ich bin kein Fan von hochgradigen alkoholischen Getränken…und überhaupt, wo komma da hin, wenn ma den Samstagvormittag mit Wermut beginnt !!!

Glücklicherweise kann frau einer so vollendeten Gastgeberin nicht lange widerstehen: Vor den zwei Gläsern mit Wermut (eines mit Eis, das andere ohne) stehen plötzlich zwei Teller mit Köstlichkeiten, darunter Käse von Zoff aus Borgnano di Cormons und Prosciutto von Stefano Calligaris aus Palmanova.

Was ist eigentlich ein Wermut? Ein gespriteter Wein, also ein Wein, dem Alkohol zugesetzt wurde und -viel wichtiger für das Aroma – viele Kräuter, eines davon ist verpflichtend: Das namensgebende Wermut-Kraut (Artemisia absinthium). Dieses Kraut heisst im Dialekt hier: Santòn, daher der Name dieses Getränkes, das mich nun so wohltuend und aromatisch überrascht und meinen Gaumen und auch Magen umschmeichelt. Kräuter, Gaben der Natur, für die Gesundheit des Menschen, mit Wein kombiniert. Was will man mehr?

Ich begebe mich dankbar für die schönen Begegnungen zu meinem Auto, um 15 Minuten nach Hause zu fahren, wo mein Hund sich über einen Spaziergang am Ufer des Isonzo freuen wird.

Martin setzt sich ins Auto Richtung Klosterneuburg, bisserl längere Fahrt…

Hier für euch noch ein paar Fotos der Azienda Borgo San Daniele, liebevoll gestaltete kleine Winkel und ein…

…”portico” mit viel Platz zum Arbeiten und zum Feiern…

MEDANA: VNDIMA 23

Das erste Mal in Medana (Slowenien): Das Weinlesefest VNDIMA!

Medana liegt im BRDA-Gebiet, das Schwesterngebiet des COLLIO auf der slowenischen Seite.

23.Oktober 2023: Es ist noch warm und es herrscht gute Stimmung. Im Freien bei den Buden, wo man einheimischen Käse, Prosciutto und Brotspezialitäten verkosten kann. Elektronische Musik und kurzärmlige Verkostungsfreudige.

Die Winzer sind in einem Keller und in einem großen Saal untergebracht. Die Luft ist schwül: Ich bin mit meiner Vespa gekommen und muss mich erstmal akklimatisieren. Der erste Schluck eines knackigen Sauvignon von Werlitsch aus der Steiermark hilft mir.

Ich lächle Menschen an, denen ich auf früheren Weinveranstaltungen schon begegnet war, einige lächeln zurück, andere gucken etwas iritiert. Ich wechsle ein paar Worte mit Kristian Keber und Sasa Radikon, koste mich kreuz und quer herum, genieße die ehrlichen Noten von Naturweinen und merke, dass ich weniger aufnahmefähig werde. Das, obwohl ich auch “spucke”, was ich früher immer unglaublich schade fand- doch ich will ja nicht später mit der Vespa im Graben landen…

Doch dann schenkt mir Alexis Paraschos seinen Lieblingswein ein: KAI!

Mein Gaumen öffnet sich wieder in Andacht und ich sehe eine lichterfüllte Kathedrale vor mir- wie ich sie in Sizilien bewundert habe. “Callmewine” nennt Kai einen dreidimensionalen Wein. 100 Prozent Friulano, bewunderswerte Klasse mit leichtem Tanninakzent.Frucht von ganz alten Rebstöcken.

Elena Orzan – diese lebendige, charmante Weinexpertin hat einmal die Enoteca von Cormons geleitet. Wir hatten uns kennen gelernt, da ich ihrem Sohn Nikolas Deutschunterricht gegeben hatte…Letzten Sommer hatte ich dann das Etikett seiner Weine in Grado im Restaurant Cardamomo bewundert. Heute verkoste ich das erste Mal seine Weine. Neu. Jung. Anders. Sind seine Zementfaesser das Geheimnis? Seine Ausbildung in Deutschland?

Und Lelle Wine? Lelles Wein. Der Lelle ihrer. Und Lelle ist dem Nikolaus seine. Wow! Meine Synapsen werden angeregt. Ein aufregendes Paar.

Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr auf dem zweiten Foto, dass sogar ihr Nachwuchs auf gewisse Weise mit dabei war.

Sonnenunterergang bewundern, Helm aufsetzen und auf geht’s!

DARE TO IMAGINE IN DRESDEN

Kann sich jemand an meine Verkostung im IMPACT HUB in Triest erinnnern? Vor Jaaahren!? Im Impact Hub hatte ich Vera Hofmann (Dare to Imagine) kennengelernt. Später auch ich ihre wunderbar offenen Eltern, gemeinsam haben wir einige Weinchen verkostet…

Die Möglichkeit, nach Dresden zu fahren und all diese neuen wertvollen Impulse zu erhalten – verdanke ich ihr.

Übrigens ist der Impact Hub für immer geschlossen worden. Extrem schade.

Ja wie, könnte da jemand sagen, jetzt schreibt die da 5 1/2 Jahre nichts mehr und dann fängt sie so an, ohne ein Minimum von Erklärung, von Einleitung…?!

Stimmt.

Vor allem eine große persönliche Enttäuschung in der Weinwelt hatte mir die Lust genommen zu schreiben. Krise.

Dann Corona – “ed eravamo a posto”.

Krisen sind – IMMER IM NACHHINEIN – sehr lehrreich. Und siehe da, da bin ich also wieder, älter (irgendwie passiert das allen), völlig weißhaarig und hoffentlich etwas weiser!!!

Die Welt ist ja in der Zwischenzeit keineswegs einfacher geworden, doch genau heute ist es wichtig, wieder aufzubrechen, mit Neugier, Zuversicht, Mut und Hoffnung.

Als Vera mich zu ihrem Salon Event “In Peace with Money, Honey” eingeladen hatte, war mir klar, da muss ich hin!

Morgendliches Aufwärmen im Alten Torhaus in Dresden-Friedrichstadt

Dieses Aufwärmen und all die kreativen Momente vor/nach den “open spaces” und überhaupt der rote Faden waren in den Künstlerinnenhänden von Clarissa Hurst (dadadance.ch): Diesen roten Wollfaden hatte sie auch wirklich, wenn wir im Kreis zusammensaßen. Ihre Strickliesel produzierte fort und fort und präsentierte so immer ein sichtbares Weben und Wachsen in unserer Zusammenarbeit.

What a fantastic place!

An Vera liebe ich ihre Vision und wie sie diese vermittelt, mit feinem Witz, großer herzverbundener Intelligenz und ausgewählten exaltierten (wie befreiend!) Momenten.

Sie war eine perfekte Gastgeberin, die es geschafft hat, unsere Arbeit in ihre Stadt zu bringen und Dresden damit auch zur Protagonistin werden zu lassen. Ein Dresden, das sicher noch die wenigsten kennen. Reich an Orten, die soziale und nachhaltige Werte hochhalten. Orte wie: Die Alte Gärtnerei (Sebastian), das Algenwerk, das Palais Café…letzteres hat uns das wunderbare Catering geliefert, das bei bestem Herbstwetter von Vera immer liebevoll auch zu einem Augenschmaus gemacht wurde.

In kleinen Gruppen – und mit Fahrrädern – sind wir zu den oben genannten Plätzen gefahren. Ich war bei Sebastian in der Alten Gärtnerei. Sorry, Sebastian, dass ich keine tolleren Fotos habe, mir ist mein Objektiv der Canon runtergefallen und alle Fotos sind leider überbelichtet. Diese zwei sind mit dem Handy gemacht:

Zurück im Friaul habe ich oft an Sebastians Worte gedacht: Wenn man am Land lebt, auch im heißer werdenden Norditalien, gibt es Bäume, die Schatten spenden, ich habe meinen Isonzo, in dem ich mich (außer bei Wassermangel im Sommer 2022) abkühlen kann…doch in der Stadt fehlen immer mehr Bäume in Schulhöfen für Kinder. Kinder, die nie beobachten können, wie etwas wächst…Sebastian hat ein Kind und er sagt, er will einmal ohne schlechtes Gewissen auf die Frage antworten können: “Was hast du eigentlich unternommen?”. Bei ihm gibt es Beeren zum Selbstpflücken, einen Gemeinschaftsgarten, eine Gemeinschaftsküche, Kunst in den alten Gewächshäusern und vieles mehr.

Und hier ist ein Teil unserer Gruppe – tataaaa! Jung und alt gut gemischt!

Ja, und dann gab es meine Verkostung am letzten Tag, in der wir uns fast 2 Stunden Zeit genommen haben, um über die wunderbaren Weine von Vignai da Duline und Hilde Petrussa zu reden.

Und hier mein schönes, lebendiges, interessiertes Publikum:

Und dann leider schon der Abschlussabend vor der Feuerschale…

Fotos von Clarissa, Vera und mir.

Frau mal nicht im Friaul-EIN GEHEIMTIPP IN FLORENZ

(Untertitel: Worüber ich schon seit Ewigkeiten schreiben wollte)

Letzten Sommer waren wir auf der “Isola del Giglio” (ganz wunderbar!) und auf dem Heimweg sind wir in Florenz stehen geblieben. Florenz fasziniert ja immer mit seiner Schönheit und seiner Geschichte, aber ist an gewissen Orten, die “man gesehen haben muss”, einfach furchtbar überlaufen. Die Domkuppel haben wir z.B. NICHT gesehen, da wir nicht 2 Stunden anstehen wollten.

Umso schöner ist es dann, wenn du dann durch eine kleine Strasse gehst, und dir von deinem vormittäglich noch wachen Geist zuflästern lässt:

“Ecco, dreh dich nach rechts, da drinnen wartet etwas auf dich….!”

Eine Mosaikwerkstatt? Darf man da reingehen?…..Wir betreten vorsichtig einen Raum, eine Werkstatt, in der gearbeitet wird und wo uns freundlich und stumm zugenickt wird. So auf die Art, gehen Sie ruhig weiter.

Auf der Seite eine Sammlung von unbearbeiteten Steinen.

Auf einer der Werkbänke die Vorlage für ein Mosaik.

Und dann im großen Raum Prachtstücke wie diese Tischplatte – aus dem Jahre 1870, wie wir später erfahren.

An dieser Stelle nochmals vielen lieben Dank an Asami, die liebenswürdige japanische Kunstexpertin, die einen der Brüder Lastrucci geheiratet und somit Teil dieses wundervollen Ortes geworden ist, an dem eines der ältesten florentinischen Kunsthandwerke fortgeführt wird. Lapislazuli, Perlmutt und Koralle u.v.a. -“pietre dure” werden hier verarbeitet.

Von Asami erhalten wir eine Privatführung, in der sie uns zum Beispiel dieses Portät eine Frau zeigt, das von ihrem Schwiegervater gefertigt wurde. Mit Hilfe einer Lichtquelle, die für Besucher hinten eingeschaltet wird, werden die verschiedenen feinen Schichten sichtbat, die dem Antlitz Farbe verleihen und es keineswegs “versteinert” erscheinen lassen.

Oh, ein Miniaturmosaik: Der Petersdom!

Insomma: Ein Ort, an dem Eltern und Kinder nicht aus dem Staunen herauskommen…


Was ist da passiert?

UNTERTITEL: “Ohje! Und nochmal Glück gehabt!”

Ende 2017 musste ich mein Domain “Frau im Friaul” verlängern.

Da ich bei dem Anbieter noch andere Serviceleistungen beziehe und “gschlampert” war, wurde nur ein Teil bezahlt und ………schwupp,  war kein Blog mehr da.

My fault. Colpa mia. So ein Schmarrn!

Glücklicherweise hatte ein Freund, der mir früher mit dem Blog geholfen hat, ein Backup gemacht, aber nur bis Ende 2016. 2017 ist futsch (das war nicht so viel, aber tut doch weh)

Aber schlussendlich war’s doch Glück im Unglück, oder nicht?

 

Der VITOVSKA von Parovel

Und weiter geht’s mit zwei besonderen Frauen hier im Friaul: Elena Parovel und Liliana Savioli. Von den beiden wurde ich Anfang Oktober eingeladen, an ihrer Vitovska- Vertikale teilzunehmen. Über das Olivenöl von Parovel hatte ich ja vor einem Jahr schon geschrieben und auch über den Vitovska, der als einheimische Rebsorte fast nur um Triest zu finden ist. Heute soll ich also den Vitovska von Parovel kennen lernen. Eigentlich bin ich ja eher ein Fan von mazerierten Vitovskas, aber ich bin sehr neugierig. Der Betrieb Parovel hat seinen Sitz dort, wo sich die Pforten des “Val Rosandra” (ein Naturschutzgebiet, interessant zum Wandern und Vögel beobachten) über Triest öffnen. Wo die Bora oft pfeift…

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Liliana Savioli, meine Lieblingssommelier, treibt sich bei meiner Ankunft schon mit den früh angekommenen anderen Gästen in den “Lehrrebreihen” vor dem Weingut herum. Jede Reihe eine andere Rebsorte, weiße und rote. Wir kosten.Ganz eindeutig der Unterschied zwischen der reifen Süße des Merlot und der herben Säure des Terran. Und einen “roten Malvasia” hatte ich noch nie gekostet, noch nicht einmal von seiner Existenz gehört.

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Wir begeben uns mit Elena als Hausherrin in den Vorraum des Weinkellers, wo sie uns von ihrer Familie erzählt, mit ihrem ganz eigenen natürlichen Charme und Witz und manchmal auch Selbstironie.IMG_1471

Ihre Familie produziert seit 4 Generationen Öl und Wein, mit der Zeit wurde die Anbaufläche immer größer. Heute sind es etwa 15 ha Öl und 15 ha Wein. (Man kann sich kaum vorstellen, wie anstrengend die 4 Monate von August bis November sein müssen: zuerst die Weinlese und dann die Olivenernte !!) Elena und ihr Bruder Euro sind aber die erste Generation, die nur von Wein und Öl lebt. Ihre Eltern hatten noch zwei Arbeiten: Der Vater lud die großen Frachtschiffe im Hafen von Triest aus, die Mutter war Friseurin. Und ganz nebenbei gab es noch die Landwirtschaft!

Wir gehen in den Weinkeller, in denen die Holzfässer lagern, doch der VITOVSKA BARDE, den wir nachher verkosten, sieht nie Holz. Er reift in den Edelstahlbehältern im nächsten Raum:IMG_1472

Bemerkenswert der Geselle, der am Eingang des Weinkellers wacht – und der 100-jährige Rebstock an der Wand. IMG_1477IMG_1475

Nun aber zur Verkostung! Im großen, weitläufigen Verkostungssaal ist schon alles bereit: Es werden erstmal Fotos geschossen und dann geht es los.IMG_1478

Liliana Savioli beginnt mit einer generellen Einführung über den Vitovska, über seine delikate Struktur und seine Einzigartigkeit, die in seiner Bescheidenheit und Eleganz liegt. Ein Wein, der nie ein “großer” sein wird – oder doch? Müssen wir nur unsere Gewohnheiten hinterfragen? Kein aromatischer Wein, aber unheimlich anpassungsfähig in der Restauration.

Links von ihr auf diesem Foto sitzt Euro, der Bruder von Elena, verantwortlich für die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller. LInks von ihm Claudio Fabbro, Weinexperte, und daneben der Vater von Elena und Euro.IMG_1491 (2)

Sie erzählt vom Vitovska, der ohne die Bora nicht denkbar ist. Die Bora, die oft so unangenehm pfeift und die Arbeit draussen schwierig macht, aber auch erleichert. Wie das? Ohne die Bora müsste man viel mehr eingreifen und auch spritzen, denn die Bora reinigt. Wenn man die Traubenform der Vitovska sieht, erkennt man die Kompaktheit, die nötig ist, um einen “Windangriff” auszuhalten und aber im Gegenteil in einem feuchten, windstillen Klima anfällig gegen Schimmel und Krankheiten machen würde.IMG_1496

Wir verkosten die Jahrgänge 2013 (gerade auf den Markt gekommen), 2012, 2011, 2010, 2008, 2006 und zum Spaß auch 2016!!! Letztgenannter also ein leicht trüber Traubensaft, der gerade angefangen hat zu gären.IMG_1497

Insomma: Es passiert, was uns eigentlich immer passiert, wenn wir uns mit einem Produkt von Qualität wirklich beschäftigen – wir lernen es schätzen. Die verschiedenen Jahrgänge offenbaren sich mit verschiedenen Noten, manchmal mehr frische Marille, oft Kamille, manchmal Salbei, aber immer eine große Mineralität, die vom Boden stammt, aber auch vom nahen Meer. Der Jahrgang 2010 ist länger als die anderen und der Jahrgang 2006 ist an seinem Höhepunkt angekommen und beginnt nun alt zu werden, aber das ist nach 10 Jahren bei einem delikaten Weißwein wie diesem schon erstaunlich. Jetzt wird er schon süßlich-karamellig, wie der Saft, der aus einem Apfelstrudel entweicht und im Ofen vor sich hin brutzelt, immer noch sehr angenehm.

Danke für einen lehrreichen Nachmittag in bester Gesellschaft, von dem ich sogar noch mit einer geschenkten Flasche nach Hause fahre!

 

Onave_Vitovska_Barde_Trieste_Parovel

 

 

 

 

Endlich ! – Der Palazzo Lantieri in Gorizia

Fantastisch, wenn sich die Pforten eines Palastes für dich öffnen und du eine echte Gräfin kennen lernst! Der Palazzo Lantieri in Gorizia wurde im 14.Jh. errichtet und hat illustre Gäste gesehen: Maria Theresia, Goethe, Schiller, Goldoni, um nur einige zu nennen!

Heute ist der Palazzo nicht täglich geöffnet, aber auf Voranmeldung und für zahlreiche Veranstaltungen, die von Kulinarik  über Ausstellungen bis zu Abenden mit DJs (wie jetzt gerade bei den “Gusti di Frontiera”) reichen.

Eine Bereicherung ohnegleichen ist aber für mich die Begegnung mit Carolina – Gräfin von Levetzow Lantieri, die perfekt Deutsch spricht und mich in jeder Hinsicht überrascht! Mit Ihrer natürlichen Eleganz, Direktheit, Freiheit und ihrem schnellen Geist. Hier ist sie inmitten der Installation von Jannis Kounellis – im  ältesten Teil des Palastes.

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