Der “Schioppettino di Prepotto” Teil 4 – Anna und die Azienda “GRILLO”

Anna Muzzolini ist eine der zwei Frauen der associazione „Schioppettino di Prepotto“. Als sie die Tür öffnet, erobert sie mich gleich mit ihrer Natürlichkeit. Das ist eine Frau, die sich immer wieder auf neue Abenteuer und Herausforderungen einlässt, denke ich mir. Anna leitet den Betrieb GRILLO und auch ihren Agriturismo.

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Als wir Annas Verkostungsraum betreten, fällt mein Blick auf den großen, schönen Holztisch und auf das Buch in seiner Mitte: „UNSER FRIAUL“ von Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac. Es ist das zweite Buch, das das österreichische Journalistenehepaar Hopfmüller/Hlavac –  mit Wohnsitz in Wien und Varmo (Friaul) -über das Friaul herausgegeben hat. Anna und ich sind uns einig, dass das Friaul den beiden Autoren dankbar sein muss, denn eine überzeugendere Werbung als deren warmherzige Präsentation der wunderbaren Seiten dieses Fleckchens Erde ist kaum vorstellbar. Ich persönlich hatte die beiden bei den „Cantine Aperte“ auf dem Weingut Komjanc kennen gelernt. Eine Lesung in Görz (Gorizia) mit Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac im Rahmen unseres Vereins KULTURHAUS GÖRZ ist angedacht…….Übrigens: Den Schioppettino haben die beiden Journalisten/Autoren schon lange für sich entdeckt!

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Nun starten Elena, Anna, Matteo und ich auf einen schnellen Rundgang durch den Weinkeller. Michele lassen wir im Verkostungsraum zurück: Er waltet seines Amtes als Präsident der associazione und kümmert sich um ein paar Formulare.

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Elena ganz in ihrem Element als Önologin.

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Annas Schioppettino lagert in diesen Eichenfässern 18 Monate lang. Das Weingut GRILLO verfügt über 9 ha Weinberge, auf fast 2 ha wachsen Schioppettino-Trauben: Diese Zahlen zeigen, wieviel Bedeutung diesem Wein hier eingeräumt wird.

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Ich kann es kaum erwarten einen neuen Schioppettino kennen zu lernen.

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Aaaah! Annas Wein überrascht mich: Ich erwarte mir die Pfeffernote, die ich von meinem bisher einzigen Schioppettino-Erlebnis (Stanig) kenne und finde viel rote kleine Frucht und eine Mischung, die an den warmen Duft von Glühwein erinnert. Ich verweile lange über dem Glas, es macht Spaß, immer wieder neue Elemente des „Duftstrausses“ zu entdecken: Waldbeeren..Gewürznelken. Die Tannine im Abgang sind rund und weich. Ein anregender Wein: Es wundert mich nicht, dass ein Restaurant  Anna eingeladen hat, seine gelungene Wein-Speise-Kombination zu verkosten: Fisch in würziger Soße mit Annas würzigem Schioppettino. VON WEGEN: Fisch darf man nur mit Weißwein genießen!

Anna Muzzolinis Schioppettino hat auch auf dem asiatischen Markt Erfolg: Auch dort punktet seine Würze und seine delikate Linie.

Anna erzählt und lacht oft – mir ist gelungen, einen dieser Momente festzuhalten.

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Und hier ein Bild für euch mit dem „running gag“ des Nachmittags bzw. Abends.

Michele Pavan hatte die Ankündigung Matteos, als einziger nicht zu trinken zu wollen (siehe auch Teil 1), nicht ernst genommen und kann es einfach nicht fassen: „Ma, dai!“ – („Na, geh!“) „Wenigstens ein Schlückchen!“. Ergebnis: Matteo schnüffelt wenigstens ein bisschen am Glas und meint „sehr angenehm!“………

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Langsam bedanken und verabschieden wir  uns bei Anna, denn Michele Pavan hat noch einiges mit uns vor. Beim Verlassen des Verkostungsraumes und im Hof fällt mir diese „Korkenkunst“ auf. An Anna und ihrer Azienda gefällt mir auch das spielerisch-künstlerische Element.

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Dieses Bild stammt von Matteo, wie auch ausnahmsweise ein paar andere in dieser Reihe über den Schioppetino di Prepotto.

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Im Agriturismo von Anna zu wohnen wär auch nicht so schlecht, was meint ihr?! Der ideale Ausgangspunkt, um sich auf dem Fahrrad (oder mit Chauffeur, wie Elena und ich 😉 ) auf Entdeckungs- und Verkostungstour zu begeben.

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Durch dieses schöne Tor schreiten wir zur nächsten Station unseres Abenteuers.

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NACHWORT: Erst nach dem Besuch bei Anna, entdecke ich auch ihre Arbeit auf Facebook und dort einen post : Annas neuer Wein heisst: “DUEDONNE”:

50% Sangiovese von “La Mole” im Herzen des Chianti Classico, in der Toskana und 50% Schioppettino aus Prepotto. 18 Monate ausgebaut in großen Eichenfässern .  (“E’ un blend 50% di uve Sangiovese coltivate a La Mole nel cuore del Chianti Classico, in Toscana, e 50% di uve Schioppettino coltivate a Prepotto, in Friuli. Riposa in tonneaux di rovere per 18 mesi.”)………

2 Frauen, 2 Weine – 1 Experiment.

Elena, diesen Wein müssen wir probieren, was meinst du?

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