Neuentdeckungen in der VILLA FAVORITA

Auch dieses Jahr habe ich den Riesenauflauf von Vinitaly vermieden und habe mich am 11.April auf die zweite wichtige Naturweinmesse (letztes Jahr war ich in Cerea) begeben, die im gleichen Zeitraum im Großraum Verona-Vicenza stattfindet: “Villa Favorita”, organisiert von VINNATUR. Bis Montebello fahre ich mit dem Zug, dort steht erfreulicherweise schon der kostenlose Shuttle-Bus bereit und 10 Minuten später stehe ich vor dieser Pracht im Palladio-Stil:

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Natürlich bietet die Vinitaly eine unüberbietbare Vielzahl an Weinproduzenten, aber in den Messehallen kriege ich leicht einen Koller. Hier fühle ich mich sofort wohl, nein noch mehr, ich fühle mich wie eine Königin in meinem Reich. Nur ein kurzes Zögern – und ich tauche ein. Wochen später habe ich nun meine Fotos und Sinneserinnerungen geordnet und präsentiere euch die Weinproduzenten und die Weine, die mir geblieben sind.

Federica und Gianluca mit ihren Belvedere Weinen, ein strahlendes junges Paar aus Oltrepò Pavese (Lombardei). Dieses Strahlen hat auch ihr “m’ami”, Pinot Nero Extra Brut in mir hinterlassen.

Großes Potenzial, große Lust zu machen.

IMG_0355IMG_0356Zu meiner Freude treffe ich auch auf einige österreichische Produzenten. Um den Stand von Andreas TSCHEPPE (Glanz, Steiermark – ein Landsmann!) schleich ich so lange herum, bis sich die kleine Ansammlung der kostwütigen Personen um ihn auflöst.

Von Andreas Tscheppe bleibt mir seine freundliche, kluge Art, mit der er mir erzählt, wie ihm ein Fass im Gärungsprozess steckengeblieben ist. Das ist halt Natur – das musst du akzeptieren. Leider hat Andreas keinen einzigen Orange Wine dabei. Aber sein Sauvignon, biodynamisch angebaut, erstaunt und beglückt mich, denn er hat nichts von der stechenden Säure, die man in der Südsteiermark oft findet. Er ist mild und harmonisch wie ein Frühlingstag.

Schaut euch auf seiner Internetseite seine Etiketten an – grafisch außerordentlich schön mit den Tieren des Weinbergs versehen: Hirschkäfer, Libelle, Frosch etc.

IMG_0357IMG_0359Als ich eine Pause brauche, begeistern mich der Park, das Food-Zelt und die lässige
Stimmung der Besucher.IMG_0385IMG_0384
IMG_0362IMG_0370Endlich lerne ich auch das Winzerpaar von der Kmetija STEKAR (Brda) kennen. Ihr Ribolla Gialla 2004 (mazeriert!) ist spektakulär.

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Aber die Riesenüberraschung ist für mich Emanuela Bincoletto von der Azienda Tessère (Veneto: Noventa di Piave). Ich hatte sie beim 2-tägigen Kurs über Biodynamie kennengelernt. Dort hatte sie erzählt, dass sie “angefangen” hätten, Wein zu machen. Übertriebene Bescheidenheit, wie ich entdecke. Jemand, der – unter anderem – zwei Arten von Schaumweinen anzubieten, kann nicht gerade angefangen haben, Wein zu machen. Der Raboso ist eine autochthone Rebsorte aus Venezien. Der “Speziér” ist die Version ohne “bollicine” mit schönem Tannin, der wunderbar nach Brombeeren duftet. Complimenti, Emanuela!!

IMG_0378IMG_0373IMG_0372Und dann ist es Zeit, die herrliche Villa zu verlassen und dem Zug und der Heimfahrt zuzustreben!
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